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Stoffwindel Znünis im Herbst 2020

Bei Kaffee und Znüni wird nicht nur über die verschiedenen Windeln und Materialien ausgetauscht, sondern auch gleich Hand angelegt, erspürt und an der Puppe getestet.
Für einen Unkostenbeitrag von 40.- pro Person ( 60.- Paare) wirst du während 2h ausführlich von zwei Stoffwindelberaterinnen über Stoffys lernen.
Das Dessert bietet dir neben der Möglichkeit des Anschauens und Anfassens jeglicher Wickelsysteme, auch die Gelegenheit Fragen zu stellen und vom Wissen des Wickelspechts zu profitieren. Nach dieser gemütlichen Runde mit anderen Interessierten, hoffen wir, dich von Stoffwindeln begeistert zu haben.
Du solltest danach einschätzen können, welche Systeme etwas für dich sein könnten und dir mehr Klarheit im Stoffy Jungel verschafft haben.
ANMELDUNG: Bitte an

Stoffwindelwoche 2020

Windelfrei? – „hello nappy“!

„Ja was, so ganz ohne Windel?!“ Ist das denn überhaupt möglich in unserer Kultur?

„Ich will doch nicht ständig vollgepullert sein“

Alles nachvollziehbare Gedanken, wenn man Windelfrei hört oder andere mit diesem Begriff konfrontiert. Denn Windelfrei suggeriert auch in mir das Bild „ohne Windeln“ und ich kann mich noch zu gut erinnern, wie der Druck grösser wurde, wenn auch nach dem Mittag noch kein Pipi in der Hose landete und man es schon einen halben Tag „Windelfrei“ geschafft hat (denn man will das ja den ganzen Tag schaffen…). Aber ist das wirklich Sinn der Sache, dass Eltern mehr und mehr unter Druck geraten, dass möglichst wenig oder keine Windel gebraucht werden soll/darf?

Ich benutze viel lieber den Begriff „hello nappy“ oder ganz einfach „abhalten“. Oder wie es in den englischen Kreisen auch heisst „elimination communication“. Denn es geht nicht darum ohne Windel zu sein, sondern um die Kommunikation zwischen dem Baby und uns als Bezugsperson, und auch um die Kommunikation im Kind, die beim Ausscheidungsprozess im Körper vorgeht.

Man geht davon aus, dass auch das Ausscheiden ein Bedürfnis ist wie Hunger oder Nähe. Diese letzteren kann ein Baby lautstark mitteilen, wieso also nicht auch das Bedürfnis der Ausscheidung? Bei unserer Tochter wurde das nächtliche Weinen deutlich besser, als wir begannen sie abzuhalten. Als Eltern dürfen wir also voller Vertrauen sein, dass unser Kind uns wissen lassen möchte, was es braucht. Mit etwas Achtsamkeit werden wir bestimmt bald erkennen, wann ein Kind ein Signal zur Ausscheidung gibt.

Aber auch innerlich wird kommuniziert. Also im Körper des ausscheidenden Kindes. Schliesslich sind da einige Prozesse zusammen orchestriert, die eine Ausscheidung passieren lassen. Bekannt ist ja bereits, dass Stoffwindeln dabei helfen, dass das Kind noch immer spürt, wenn es uriniert. Dies ist leider dank der super Saugfähigkeit bei Wegwerfwindeln nicht mehr gegeben. Genau dieses Spüren, des Nasswerdens ist aber ein wichtiger Prozess beim Trockenwerden.

Was macht also Stoffwindeln und hello nappy zu einer so tollen Kombination?

  • Mit Stoffwindeln seid einerseits ihr als Eltern sicher, dass ihr nicht ständig den Boden aufwischen oder frische Kleider anziehen müsst.
  • Auf der anderen Seite unterstützt ihr aber die innere Kommunikation des Kindes, da die Wahrnehmung, bei welchem Vorgang man nass wird bewahrt bleibt.

Ich würde also sagen es geht nicht um eine dogmatische Umsetzung des Wortes „Windelfrei“ sondern ein bewusster Umgang mit den Ausscheidungsbedürfnissen des Kindes – hello nappy also!


Wir von Wickel-Specht sind ausgebildete hello nappy Beraterinnen und begleiten euch gerne individuell auf eurem Weg mit hello nappy.

Weitere Informationen zu unserem Angebot findest du hier!

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